Masse und Individuum
Ein Fotoessay über Tauben im Stadtraum – zwischen Masse und Individuum, Nähe und Ferne, Schwarzweiß und städtischem Rauschen.
Tauben gelten als hässlich, als lästig, als selbstverständlicher Teil des Stadtlärms. Genau das war der Ausgangspunkt dieses Fotoessays. Das Ziel war nicht, Tauben zu dokumentieren – sondern diese festgefahrene Wahrnehmung zu hinterfragen und die tatsächliche Schönheit der Tiere sichtbar zu machen.
Die Aufnahmen

Distanz als Gestaltungsmittel
Das zentrale Konzept hinter den Aufnahmen ist der bewusste Wechsel zwischen Nähe und Ferne. Aus der Distanz betrachtet werden Tauben zu einem grafischen Element des Stadtbilds: Linien, Muster, Gruppen. Aus der Nähe tritt das Individuum hervor – Gefieder, Körperform, Haltung.
Dieser Wechsel zwischen „Masse" und „Individuum" zieht sich durch den gesamten Essay und macht sichtbar, wie stark unsere Wahrnehmung von der Perspektive abhängt.
Schwarzweiß und Körnung
Die Entscheidung für Schwarzweiß mit Körnung war keine ästhetische Spielerei, sondern eine inhaltliche: Die Optik spiegelt die Atmosphäre des Stadtraums – hartes Licht, Beton, wenig Naturfarben, viel visuelles Rauschen. Ohne Farbe verlagert sich der Fokus auf Formen, Kontraste und Strukturen. Genau auf das, was an Tauben normalerweise übersehen wird.
Dieses Projekt ist im Wintersemester 2025/2026 im Studiengang Digital Media im Fach Fotografie Aufbaukurs an der Technischen Hochschule Ulm entstanden. Projektinitiator, Projektleiter und fachlicher Betreuer: Prof. M. Gaida.
Autor/-in und inhaltlich Verantwortliche/r: Xaver Pollinger
Das Projekt ist urheberrechtlich geschützt.









